Trennung … und nun? Oder: WAS machst Du aus dem Scherbenhaufen?

Be free

Nikolaus-Abend
Ich sitze in einem weitgehend leeren Haus, seit 12 Jahren zum ersten Mal alleine. Alleine, ohne meinen Mann, ohne meine Kinder und fast ohne Möbel.
Heute morgen ist mein Mann ausgezogen, in den Nachbarort, die Kinder (8, 5, und 2,5 Jahre) sind momentan bei ihrem Papa und helfen ihm seine Wohnung einzurichten und leisten ihm Gesellschaft, denn auch er ist alleine.
Ich sitze auf dem Boden im leeren Wohnzimmer und heule vor Wut, Trauer und Einsamkeit. Meine Verzweiflung und der innere Schmerz sind groß. Die Trennung ist hart für uns beide. Mit Hilfe eines wirklich guten Mediators schaffen wir es in der kommenden Zeit menschlich und auf Elternebene miteinander umzugehen.
Gegen Abend kommt eine gute Freundin und bringt eine große Kerze, die mein Wochenende erhellt. Nach und nach erkenne ich das große Geschenk und die riesige Chance für mich. ICH habe mich von meinem Mann getrennt und habe vorrangig aus schlechtem Gewissen (das weiß ich heute) den Möbelwagen beladen bis fast nichts mehr da war. Ich saß in einem leeren Haus und konnte, nachdem ich 2 Tage durchgeweint habe, die innere Freiheit, die mit dieser Leere verbunden ist, in mir spüren.

Mein Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen im Keller

In den Wochen und Monaten nach der Trennung habe ich mich verkrochen, wollte mit Niemandem sprechen und möglichst auch von Niemandem etwas hören. Alleinerziehend mit 3 Kindern und selbständig sein forderte meine ganze Kraft und meinen vollen Einsatz. Ich kann mich noch sehr gut an meine Gedanken erinnern: Wer will schon eine Frau mit 3 kleinen Kindern! So ein blöder Gedanke, damals war es so, heute weiß ich, dass solche Gedanken außer Frust nichts bringen, gar nichts! So, wie im Problem festhängen, selten bis nie eine Lösung zutage fördert. Ich bin nicht wirklich gut mit mir umgegangen und habe nicht viel für mich getan. Gleichwohl stand für mich immer fest, dass ich mit meinen Kindern in einer Familie leben wollte. Unser Leben fühlte sich für mich nicht wirklich vollständig an.

Du nimmst Dich selbst immer mit! Schmerzhafte Selbsterkenntnis…

In dieser Zeit habe ich wirklich viele Gespräche mit meinem Hausarzt und sehr guten Freund geführt. Er brachte mich auf den Gedanken – nein er verlangte von mir – meinen vollen Anteil an der Trennung zu übernehmen. Ich habe lange gebraucht, bis ich mir den 50 % Anteil, den mein Freund zur Diskussion stellte, auch wirklich eingestehen konnte. Er wusste um meinen Wunsch nach einer neuen Beziehung, nach Familie und redete mir unaufhörlich ins Gewissen: Martina, Du nimmst DICH selbst mit in die nächste Beziehung! Klär DEINEN Anteil an der Trennung – jetzt!! Ansonsten bekommst Du die gleiche Situation wieder.
Aua, das tat weh… und ehrlich gesagt, wollte ich das überhaupt nicht hören. Aber – und darauf bin ich heute stolz – ich habe mich damit auseinander gesetzt und  habe meinen Anteil an der Trennung nach und nach erkannt… und mich auf den Weg gemacht diesen zu beackern.
In dieser Zeit habe ich viele Dinge aufgearbeitet, die nicht abgeschlossen waren oder die ich immer wieder vor mir her geschoben habe. Unter anderem meine nicht fertig geschriebene Doktorarbeit. Ich setzte mir ein realistisches Zeitfenster und schrieb, meistens Nachts, die angefangene Arbeit zu Ende.
Durch dieses Abarbeiten von „Altlasten“ geschah etwas wundervolles. Mir wurde immer klarer, dass ich viel zu wenig mein Leben gelebt habe.
Diese Erkenntnis brachte mich auf eine tolle Idee, die wirklich einfach umzusetzen ist und die ich Dir gerne ans Herz legen möchte:

Aber jetzt zu meiner einfachen, aber sehr wirkungsvollen Idee. Ich habe überall im Haus kleine Blocks mit Stiften verteilt. Selbstverständlich lagen die Blocks außerhalb der Reichweite meiner Kinder 😉 Altlasten auf der Erwachsenenebene zu klären, bedeutet für mich unter anderem, meine Kinder aus den Dingen rauszuhalten, die nur mich bzw. meinen Partner etwas angehen.
Wochenlang habe ich alles, was ich nicht mehr wollte, aufgeschrieben. In den ersten Tagen sprudelte es nur so aus mir raus. Täglich habe ich mehrere Blockseiten vollgeschrieben. Nachts bin ich aufgewacht und habe geschrieben. Der Gedanke  mich von Dingen oder Menschen zu befreien, die ich nicht mehr haben wollte, oder die mir nicht gut taten, trieb mich an. Mit jeder Blockseite, die ich gefüllt habe, beruhigte sich mein Gedankenkarusell, bis nach 4 Wochen, der Strom dessen, was nicht mehr in mein Leben passte, endlich versiegte.
An einem Kinder freien Wochenende, machte ich ein Feuer im Kamin und übergab all diese vollgeschriebenen Blocks dem Feuer. Da gingen all die Gedanken, das Mich-anpassen und Zu-wenig-zutrauen, Selbstverurteilen und vieles mehr, was keinen Platz mehr in meinem neuen Leben hat, in Flammen auf. Du kannst dir nicht vorstellen, wie befreiend das war! Wie gut es mir danach ging!

Du glaubst mir nicht? Kleine Zettel, die eine so große Wirkung haben sollen?
Probier es aus! Was hast Du zu verlieren? Du brauchst lediglich einige kleine Blocks oder lose Zettel und den Mut hinzuschauen, was Du nicht (mehr) willst, was Dir nicht mehr gut tut! Ich kann Dich nur ermutigen: Trau Dich! Es ist wirklich sensationell, was dann passiert.

Aber… was will ich wirklich?

Was dann geschah hat für mich bis heute etwas Magisches. Mit diesen vollgeschriebenen Zetteln, ging all die Verwirrung, die Trauer, die Wut und der Groll… ich hatte FRIEDEN geschlossen mit der Trennung, mit der Situation, mit meinem Noch-Mann. Wieder einmal hat sich bewahrheitet:

Mein Kopfkino hat sich beruhigt, ich konnte endlich wieder ruhig durchschlafen und war nun bereit für Antworten und Lösungen.
Wieder verteilte ich kleine und jetzt sehr schöne Blöcke und Stifte und schrieb. Dieses Mal sammelte ich all das, was ich in mein Leben ziehen wollte:

  • Win-Win-Situationen mit tollen Menschen
  • positive Gefühle
  • gesunde Kinder
  • Zeit für mich
  • ein gutes Verhältnis zu meinem Noch-Mann
  • einen zu mir und uns passenden Partner
  • und einiges mehr…

Diese Übung stellte sich als viel schwieriger heraus. Noch nie in meinem Leben hatte ich mir so viele Gedanken gemacht, was ICH will. Ich lernte und wurde immer klarer in meine Gedanken, Vorstellungen und Wünschen. In dieser Zeit habe ich von vielen Menschen gehört, dass ich mich sehr verändert habe. Das stimmt, obwohl mir diese Veränderung nicht bewusst war, zumindest zu dieser Zeit noch nicht. Ich stellte fest, dass ich keine Zeit mehr verschwendete, mir Gedanken über Dinge zu machen, die ich nicht verändern kann. Ich hatte definitiv kein Interesse mehr, über Probleme nachzudenken, ich war an Lösungen interessiert und zwar ausschließlich.

Das, was ich hier in ein paar Zeilen schreibe, war ein Prozess, der nicht leicht war für mich. Immer mal wieder bin ich zurückgefallen in alte Denk- und Handlungsmuster. Das kann Dir auch passieren, wenn Du beginnst, einen neuen Weg zu beschreiten. Das ist normal und nicht schlimm. Ich möchte DICH ermutigen, Dich auf den Weg zu machen. Auf Deinen Weg! Es lohnt sich! … dranzubleiben! Vielleicht glaubst Du jetzt, dass sich mit kleinen vollgeschriebenen Blöcken Deine schwierige Situation nicht verändern lässt.

Wenn Du das tust, was Du immer getan hast, verändert sich nichts, dann erhältst Du die Ergebnisse, die Du  immer erhalten hast.

Dann bleibt alles beim Alten. Willst Du das wirklich?
Auch, wenn sich meine Geschichte hier einfach liest. Es gab Situationen, die waren alles andere als leicht, manchmal hätte ich gerne den Kopf in den Sand gesteckt und aufgegeben… und ich sage Dir auch nicht, dass es leicht wird mit einfachen Blöcken und zwei unscheinbaren Fragen den Lauf Deines Lebens zu verändern:

  1. Was oder wen willst Du nicht  mehr in Deinem Leben?
  2. Was willst Du wirklich wirklich?

Ich sage Dir lediglich, dass es sich lohnt diese beiden unscheinbaren Fragen für Dein Leben zu beantworten, damit Du das Leben leben kannst, was Du leben möchtest! Und ich bin sicher, Dein Leben wird sich positiv verändern.

Mein Leben und das Leben meiner Kinder hat sich auf wundervolle Weise verändert. Was daraus geworden ist und warum ich heute tue, was ich tue, findest Du auf meiner Website: http://martinaschomisch.de ( ganz fertig ist die Seite nach der Umgestaltung noch nicht, aber einen ersten Eindruck erhältst Du schon 😉 )

Someday, everything will make perfect sense.
So for now:
Laugh at the confusion,
smile through your tears
and keep reminding yourself that everything happens for a reason. 

Ich wünsche Dir den Mut zur Veränderung und einen Menschen, der Dich ans Durchhalten erinnert.

Herz_lichst
Martina

P.S. Wenn Du Unterstützung brauchst oder den einen kompetenten Menschen, der Dich beim Durchhalten und bei der Veränderung unterstützt, dann schreib mir jetzt eine Nachricht! Ich bin gerne für Dich da!

Die 3 größten Erfolgsgeheimnisse einer wirklich gut funktionierenden Patchworkfamilie! Sonderaktion!

Liebe Patchworkeltern und angehende Patchworkpaare,

glückliche Patchworkfamilie

Ready for the next level of family?

gibt es etwas in Eurer Patchworkfamilie, das Ihr unbedingt erreichen oder verändern wollt?

Um zu einem wirklich gut funktionierenden und harmonischen Patchworkfamilien-Miteinander zu gelangen,

ist es wichtig zu klären, was Eure größte Herausforderung ist?

Vielleicht kennst Du das:

  • Dein erster Gedanke am Morgen ist der Ärger von gestern?
  • Und Dein letzter Gedanke am Abend der Stress von heute?
  • Wie soll Familie dann gelingen? Ich meine, wirklich gut gelingen?
  • Und wie willst Du mit all dem Stress Deine Patchworkfamilie mit Freude und Leichtigkeit meistern? … und das auf Dauer?

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Wie Trennungskinder trotz einschneidender Lebensereignisse stark und lebensfroh werden!

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In der letzten Woche habe ich über meinen Freund Dirk und das Nicht-Verhältnis zu seinen Kindern geschrieben. Dirks Geschichte steht stellvertretend für viele Papas nach einer Trennung. Kein Verhältnis oder nur ein sehr eingeschränktes zu den eigenen, geliebten Kindern zu haben und rechtlich gesehen mehr Pflichten als Rechte sind nur zwei Punkte derer, die getrennte, geschiedene Papas möglicherweise nur zu gut kennen.

Wenn Du Dirks Geschichte nicht kennst, kannst Du sie hier lesen.

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„Ich wäre so gerne ein guter Papa, wenn sie mich lassen würde!“

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„Bezahlen muss ich, aber Rechte habe ich keine!“ Das sind die ernüchternden Worte meines Freundes Dirk, seine Kinder betreffend. Ich kenne Dirk seit Jahren und vieles in seinem Leben dreht sich um seine Kinder, zu denen er kaum und mitllerweile keinen Kontakt mehr hat. In dieser Woche hat er Post von seiner 22-jährigen Tochter erhalten, die das Fass zum Überlaufen gebracht hat:

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Kindle-Challenge erfolgreich beendet- mein eBook wartet auf die Freigabe von Amazon

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Heute ist es soweit- mein erstes Kindle-eBook erscheint:

Patchwork-Familien-stärken… 5 einfache Strategien für Deine starke Patchwork-Familie

In 31 Tagen ein eBook schreiben war die Aufgabe der Kindle-Challenge von Thomas Mangold und Markus Cerenak… und ich war dabei!

Eine anspruchsvolle Aufgabe, die mir große Freude gemacht hat, mich zugegebenermaßen ab und an herausgefordert hat und… ich habe die Challenge erfolgreich beendet.

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Ich stelle mich der Kindle Challenge!

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Vor ziemlich genau 16 Jahren habe ich mein erstes Buch geschrieben und vollendet. Meine Doktorarbeit mit weit über 200 Seiten.

Damals hatte ich zwei kleine Töchter- 5 und 2 Jahre alt- und war mit dem dritten Kind schwanger. Jede „freie“ Minute und viele Nächte habe ich geschrieben, weil ich ein Ziel hatte: Das Buch sollte vor der Geburt meines Sohnes fertig werden!

Wenn Du wirklich willst, schaffst Du alles!

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Diesen Satz möchtest DU niemals in deiner Familie hören!

„DU hast mir garnichts zu sagen! DU bist nicht mein PAPA!“

So- da ist er nun dieser schreckliche Satz, der ihm so deutlich macht, dass er nicht Sophies Papa ist, sondern „nur“ der neue Lebensgefährte ihrer Mama- also quasi ihr „Stiefvater“. Alle seine Freunde und seine ganze Familie hatten es ihm prophezeit und er hatte es einfach weggefegt: „So ein Quatsch! Jenny und ich lieben uns und das werden die Kinder schon akzeptieren.“

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Das Patchwork-Geheimnis. Was erfolgreiche Patchworker anders machen!

man-413100_1280Für mein Buch „Patchwork-Familien-stärken“ hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Fachanwalt für Familienrecht. Sein Tenor: „80 % der Ehen werden im Bett geschieden“. Danach machte er eine Pause…“ und das aus dem Grund, weil 100 % der Ehen/ Beziehungen (die geschieden werden) an der Kommunikation scheitern!“

„Ich bin ein alter Hase, seit 30 Jahren begleite ich Paare bei Trennung und Scheidung. Es ist erschreckend, wie wenig Paare (die seit vielen Jahren zusammenleben) voneinander wissen!“

Die Ausage ist krass- und sie inspirierte mich, auf die Suche nach dem Patchwork-Geheimnis zu gehen: Warum schaffen es einige wenige Patchworkfamilien richtig gut, während die Anderen mehr schlecht als recht klar kommen?

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3 einfache Punkte für den Erfolg Deiner Patchworkfamilie

man-97976_1280Leben wird vorwärts gelebt und rückwäts verstanden! An dieser Weisheit ist so viel Wahres dran.

Fast 13 Jahre leben wir jetzt in einer Patchwork-Familie und sind beinahe 10 Jahre verheiratet. Zu Beginn unserer Gehversuche als zusammengewürfelte Familie habe ich häufig gedacht, wenn ich das alles vorher gewusst hätte, hätte ich es (vielleicht) nicht gemacht.

Heute, nach 12 gemeinsamen Jahren sind wir zu einem guten Team, einer starken Gemeinschaft zusammengewachsen… und im Rückblick kann ich DIR sagen warum:

3 einfache Punkte wie (D)eine Patchworkfamilie funktioniert:

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